Gedanken zur Jahreslosung 2019

Erinnerungen gehen mir durch die Gedanken. Eine Dokumentation zum Waffenstillstand am 8. Mai 1945. Um 23.01 Uhr war (im Film dramatisch dargestellt) absolute Stille nach furchtbarem Kampfgetöse. Es war Frieden! Frieden, der mit seiner Stille schon fast wieder weh tat.

Frieden muss man wollen. Es braucht einen ersten Schritt – auch wenn der vielleicht der schwerste ist. Mein Aquarell knüpft vielleicht genau daran an.
– Die schweren blau und rotgefärbten Wolken ziehen ab.
– Die Atmosphäre ist erfüllt vom schwefelgelben Dunst und Rauch der Explosionen.
– Reste vom Stachelverhau als unmenschliche Grenze.
– Zerstörte Umwelt.

Ein neuer Beginn am Morgen. Aus harter Erde brechen erste Pflanzen und Blumen. Leise, ganz leise der bunte Schmetterling. Das Bild ist gedanklich schwer zu fassen; farbenfroh der Schmetterling, doch sehr zerbrechlich wie der Frieden dieser Welt, aber stark genug, um mit sanften Bewegungen Grenzen und Hindernisse zu überwinden.

Jeder von uns trägt in sich eine tiefe Sehnsucht und Hoffnung nach Leben in Frieden. Ohne Streit und Krieg, ohne wirtschaftliche Instabilität. Danach jagen wird oft vergeblich sein. Denn jeder von uns weiß, wie zerbrechlich und flüchtig Frieden in unserem Leben ist.

Einen anderen schweren Schritt ist Jesus mit der Kreuzigung gegangen. Ostermorgen ein überraschender Neubeginn: Seinen Jüngern sagt er „Friede sei mit euch.“ (Joh.20,19) Der Frieden aus einer anderen Welt – ein Geschenk.

Der auferstandene Jesus bringt einen Frieden in die Welt, den keiner von uns machen kann.

 

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