Schwerter Miniaturen

Aquarell 10 x 10 m, Passepartout 20 x 20 cm

Das letzte Blatt am Baum

Da hängt es nun das letzte Blatt am Baum und hält sich fest mit ganzer Kraft. Alle haben sich schon fallen lassen. Das Neue, versteckt in Keimen, wird bald werden. Knospenkinder brauchen Zeit.

 

Jahreslosung 2020

Das Bild von der scheinbar ausweglosen Situation weckt Erinnerungen an die vielen
Flüchtlingsboote. Hilflos der starken Brandung ausgeliefert ist mögliche Rettung nicht erkennbar.

Schnell kommen die Fragen nach Gottes Gerechtigkeit, wenn einerseits den Menschen Leben verheißen ist und andererseits z. B. den Flüchtenden im Meer der Untergang droht. Wo bleibt das Mutmachende und Erlösende?

Die Jahreslosung für das Jahr 2020 finden wir im Markusevangelium. Auch hier geht es um Ohnmacht und Vollmacht, um Versinken und Gehaltenwerden.
Ein Vater bringt seinen kranken Sohn, der von Epilepsie betroffen ist und Schaum vor dem Mund hat, zu Jesus.  Diese Situation überfordert alle, die es sehen.

„Hilf uns“, sagt der Vater gegen seinen Zweifel, „habe doch Mitleid.“ und „Ich glaube, hilf meinem Unglauben.“ Es wird berichtet, dass Jesus geholfen und geheilt und den bösen Geist ausgetrieben hat. Nur durch das Gebet, in dem er mit Gott, dem Vater und dessen Herrschaft verbunden war.

Aber dieser Glaube, auch wenn er ein Geschenk ist, muss mich erreichen und anstecken.

Die Botschaft meines Bildes: Vater und Sohn werden nicht versinken und untergehen. Die geringe Helligkeit – ein Zeichen der Gnade und Hoffnung.

Gedanken zur Jahreslosung 2019

Erinnerungen gehen mir durch die Gedanken. Eine Dokumentation zum Waffenstillstand am 8. Mai 1945. Um 23.01 Uhr war (im Film dramatisch dargestellt) absolute Stille nach furchtbarem Kampfgetöse. Es war Frieden! Frieden, der mit seiner Stille schon fast wieder weh tat.

Frieden muss man wollen. Es braucht einen ersten Schritt – auch wenn der vielleicht der schwerste ist. Mein Aquarell knüpft vielleicht genau daran an.
– Die schweren blau und rotgefärbten Wolken ziehen ab.
– Die Atmosphäre ist erfüllt vom schwefelgelben Dunst und Rauch der Explosionen.
– Reste vom Stachelverhau als unmenschliche Grenze.
– Zerstörte Umwelt.

Ein neuer Beginn am Morgen. Aus harter Erde brechen erste Pflanzen und Blumen. Leise, ganz leise der bunte Schmetterling. Das Bild ist gedanklich schwer zu fassen; farbenfroh der Schmetterling, doch sehr zerbrechlich wie der Frieden dieser Welt, aber stark genug, um mit sanften Bewegungen Grenzen und Hindernisse zu überwinden.

Jeder von uns trägt in sich eine tiefe Sehnsucht und Hoffnung nach Leben in Frieden. Ohne Streit und Krieg, ohne wirtschaftliche Instabilität. Danach jagen wird oft vergeblich sein. Denn jeder von uns weiß, wie zerbrechlich und flüchtig Frieden in unserem Leben ist.

Einen anderen schweren Schritt ist Jesus mit der Kreuzigung gegangen. Ostermorgen ein überraschender Neubeginn: Seinen Jüngern sagt er „Friede sei mit euch.“ (Joh.20,19) Der Frieden aus einer anderen Welt – ein Geschenk.

Der auferstandene Jesus bringt einen Frieden in die Welt, den keiner von uns machen kann.

 

Weihnachtsgrüße

Hallo ihr Lieben,
wir wünschen Euch nachdenkliche aber geruhsame Feiertage und ein Neues Jahr in Frieden.
Herzlichst Monika und Heinz

Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land zur Stadt Bethlehem, um sich mit Maria, seiner schwangeren Frau in die Steuerliste einzutragen. Es gab keine Herberge das Kind wurde in einem Stall geboren.                 (nach Lukas 2)