Bilder

Aquarell ca. 10 x 7,5 m

Am Mittag wurde es plötzlich im ganzen Land dunkel. Diese Finsternis dauerte drei Stunden . . . gegen drei Uhr aber schrie Jesus laut auf und starb . . .
(Nach Markus 15, 33 u. 37)

Wir wissen heute, dass die Dunkelheit nicht angehalten hat, aber das auch unsere dunkle Zeit ein Ende haben wird. In dieser Gewissheit grüßen wir unsere Familien, Geschwister, Freunde und Mitstreiter.

Wir wünschen Gottes überreichen Segen.

H. u. M. Kranefeld

 

Schwerter Miniaturen

Aquarell 10 x 10 cm (Ausschnitt)

Ein Blinder wird geheilt

An der Straße saß ein Blinder und bettelte. Es war Bartimäus. Als er hörte, dass Jesus aus Nazareth vorbeikam, begann er laut zu rufen: »Jesus, du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« Die Leute fuhren ihn an, er solle still sein. Aber er schrie nur noch lauter: »Du Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir!« Da blieb Jesus stehen: »Ruft ihn her zu mir.« Ein paar von den Leuten liefen zu dem Blinden und sagten zu ihm: »Nur Mut! Steh auf, Jesus ruft dich!« Da warf er seinen Mantel zur Seite, sprang auf und kam zu Jesus. »Was soll ich für dich tun?«, fragte ihn Jesus. »Rabbi«, flehte ihn der Blinde an, »ich möchte sehen können!« Darauf antwortete Jesus: »Geh! Dein Glaube hat dich geheilt.« Im selben Augenblick konnte der Blinde sehen, und er ging mit Jesus.

Nach Markus 10, 46-52

Schwerter Miniaturen

Flüchtlingswinter 2020

Vereinsamt

 

Die Krähen schrei‘n                                                                                                  Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei‘n –
Wohl dem, der jetzt noch – Heimat hat!

Nun stehst du starr,
Schaust rückwärts ach! wie lange schon!
Was bist du, Narr,
Vor Winters in die Welt – entflohn?

Die Welt – ein Tor
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!
Wer Das verlor,
Was du verlorst,macht nirgends Halt.

Nun stehst du bleich,
Zur Winter-Wanderschaft verflucht,
Dem Rauche gleich,
Der stets nach kältern Himmeln sucht.

Flieg‘, Vogel, schnarr‘
Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton! –
Versteck‘ du Narr,
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!

Die Krähen schrei‘n
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:
Bald wird es schnei‘n –
Weh dem, der keine Heimat hat!

 

Friedrich Nietzsche 1844/1900